Letzte Woche war Dachpappe im Angebot beim Baumarkt. In der Anschaffung kostet der Quadratmeter quasi nichts. Will man das Zeug dann irgendwann entsorgen, schreckt man ordentlich zusammen. Weil die Kosten für die Entsorgung von Dachpappe u.ä. höher liegen, als man das vermutet, kommt es immer wieder vor, dass Privatpersonen ihren Müll an Feldwegen abladen. Das verlagert das Problem von einer zur anderen Person. Grundsätzlich sind nämlich die Eigentümer für den Müll verantwortlich, der auf ihrem Grund und Boden liegt.
Wie könnte man das lösen? Beim Kauf aufklären über die Entsorgung? Aktionen oder Hilfen für die Entsorgungskosten auf Antrag? Fakt bleibt, Entsorgung kostet. Und um so schädlicher die Stoffe sind, um so höher die Kosten. Aber einen Plan gegen die wilde Entsorgung auch in Naturschutzgebieten muss man entwickeln!
In unserem konkreten Fall lag der Müll auf einer Fläche des NABU – da wird privater Müll dann zum Problem von Naturschützer*innen.




Dieses Thema wäre wohl im Umweltausschuss des Landkreises am Besten aufgehoben. Ohne eine klare Strategie wird dem Problem kaum beizukommen sein. Dafür braucht es jedoch zuerst eine Analyse der aktuellen Situation und einer Suche nach den Ursachen. Das wiederum wird ohne die Mitarbeit der Behörden kaum möglich sein. Daher muss der Impuls sicherlich aus dem Kreistag heraus erfolgen.