Im Gemeinderat Schkopau sowie auch im Ortschaftsrat Röglitz werden wir von 2024 – 2029 erneut durch Andreas Rattunde vertreten.

Andreas Rattunde
Kontakt: gruene.mq@web.de
Fraktion Pro Bürger/Grüne Dezember 2024 / Januar 2025
Ich erinnere mich an diese Zeit, als dem freien Denken Bleischuhe an die Füße gelegt wurde.
Von den bürgerlichen Fassaden bröckelte der Putz, in den Städten regierte die Farbe Grau.
Die Straßen waren bröcklig, aber konnten die wenigen Autos fassen.
Es war fast normal, dass es einen Teer-See gab, das Schaum auf den undurchsichtigen Flüssendas einzige Helle war und die Luft das Atmen schwermachen konnte.
Die ersten jungen Menschen rannten weg, nur weg hier, weil eine andere Zukunft nicht erkennbar war. Dann das Aufbegehren, die Toleranz eines einzelnen sowjetischen Führers und das beherzte Zupacken des großen Mannes, Deutschland vereinen. Die erste Kommunalwahl und viele fühlten wie ich das Herz schlagen, die Gedanken klarer werdend und die Zeit für Mitmachen gekommen.
Das ist lange her. Die demokratischen Prozesse werden von einem Rechtsstaat begleitet, der Entscheidungen verlangsamt, sie aber auch auf breite Zustimmung stellt. Nicht ein einzelner Minister oder ein Bürgermeister entscheidet, fähige Verwaltungsmitarbeiter sind genauso beteiligt, wie vom Volk Gewählte. Eine Mehrheit entscheidet dann. So sollte es sein.
Dieser Prozess braucht Zeit. Tempo bekommt man nur durch entschiedenes Handeln der Volksvertreter und der Verwaltungen. Und die größten Probleme, wie wirtschaftliche Entwicklung, Wehrhaftigkeit und wirksamer Umweltschutz sind nur im Verbund mit unseren Nachbarstaaten zu lösen.
Jeder merkt, dass es daran im Moment fehlt. Aber wir können die Regierungen nach unseren Vorstellungen verändern und sind nicht auf das Wohlwollen eines Zaren angewiesen. Deshalb demokratisch wählen. Wir sollten das nicht geringschätzen.
In der Gemeinde Schkopau gibt es durch die Versäumnisse bei den Jahresabschlüssen erst spät einen genehmigten Haushalt 25. Aber die Verwaltung hat noch durchfinanzierte Projekte aus den Vorjahren abzuarbeiten und deshalb gibt es keinen Stillstand. Die Kita Ermlitz, das Feuerwehrgeräte-haus in Ermlitz und Lochau, die Wallendorfer Schule, viele Bauvorhaben erstrecken sich über mehrere Jahre. Zukünftige Projekte wie den KITA-Neubau in Lochau muss der Gemeinderat durchdenken und vorbereiten. Deswegen dringen wir darauf, dass dieses Jahr ein Planungsbüro mit eingebunden wird. Und auch die kleinen Vorhaben und Entscheidungen brauchen die aktive Mitarbeit der Gemeinderäte.
Andreas Rattunde
Fraktion Pro Bürger/Grüne November 2024
Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,
die Einheitsgemeinde Schkopau besteht aus vielen Ortsteilen mit gewachsener Dorfstruktur.
Kirchen und Friedhöfe gehören dazu. Vor einigen Jahren legte die Einheitsgemeinde deshalb auch mit unserer Initiative ein denkmalpflegerisches Förderprogramm auf und es wurden in einigen Kirchen gemeinsam mit dem zuständigen Kirchbauamt bauliche Maßnahmen zum Erhalt durchgeführt.
Dem Ordnungsamt Schkopau untersteht die Pflege und Organisation der kommunalen Friedhöfe. Oft finden sich vor Ort ehrenamtlich arbeitende Bürger und Bürgerinnen, die ein wachsames Auge auf diese Ruhestätten haben. Allerdings sind diese nicht in der Lage, alle nötigen und gewünschten Pflegemaßnahmen durchzuführen. Deshalb ist es wichtig, dass die Ortschaftsräte sich auch diesem Thema annehmen und Änderungswünsche dem Amtsleiter Herrn Kuphal antragen. Ihre Vorschläge werden dann auf Finanzierbarkeit geprüft und in der Regel in die Haushaltpläne der Folgejahre eingearbeitet. So geschehen im Ortsteil Röglitz.
Mit dem jetzigen Personal kann der Amtsleiter aber die Aufgaben nicht erfüllen. Wir haben deshalb vorgeschlagen, eine Arbeitskraft mehr einzustellen und erhoffen uns positive Veränderungen in der qualitativen Betreuung der Friedhöfe. Dieser Vorschlag kommt jetzt in die Beratungsgremien und soll im nächsten Haushaltplan 2025 umgesetzt werden.
Ordnung und Sauberkeit im öffentlichen Raum sollten ein Aushängeschild für die Einheitsgemeinde sein und dafür sind funktionierende Strukturen nötig bzw. zu schaffen. Es ist deshalb auch notwendig, die Arbeitsinhalte und Personalanforderungen vom Hausmeisterteam und der Servicestation weiterzuentwickeln.
Andreas Rattunde
Fraktionsvorsitzender
Fraktion Pro Bürger/Grüne Oktober 2024
Mit der Einweihung des Überleiters vom Wallendorfer See in die Luppe feiert sich die LMBV, als ob alles erledigt wäre. Die Entlassung aus dem Bergrecht hat den einen bitteren Beigeschmack a là „Nun macht mal den Rest bitte alleine“. Während an anderen Tagebauseen mit den Kommunen eine grundlegende Infrastruktur entwickelt und natürlich auch aus Bundesmitteln mitfinanziert wurde, soll Schkopau ins kalte Wasser springen.
Zweifellos sind die beiden Seen für den Naturschutz ausgelegt, aber sanfter Tourismus für die Anrainer ist zugelassen. Gerade wurde die Fortschreibung des Masterplanes für Infrastrukturmaßnahmen in Arbeitsgruppen des Gemeinderates diskutiert, da lässt man uns bei der Umsetzung allein. Darüber muss man reden.
Die LMBV kümmert sich zwar um Restarbeiten und begleitet die Probephase der Wasserstandregulierung der Seen, aber die Schkopauer Verwaltung hat jetzt über eintausend Hektar mehr zu verwalten und dafür braucht es Strukturen. Der Ordnungsamtschef Thomas Kuphal hat mit Frau Nojack eine Sachbearbeiterin für Grün und Naturschutz und einen kleinen Trupp zum Mähen und Müllabholen, aber eine leistungsfähige Truppe für das Management einer so großen Fläche gibt es aktuell nicht. Ganz zu schweigen von Strukturen für Wegebau und Wegeerhaltung, Gewährleistung von Ordnung, Sauberkeit und Überwachung der Strände, wenn sich viele am Wasser erholen wollen. Auch die Zusammenarbeit mit Vereinen und Ortschaften kann man nicht so nebenbei machen. Es wäre jetzt wichtig, dass der Bürgermeister Herr Ringling Erfahrungen anderer Kommunen in der Unterhaltung von Seen abgreift und seine eigene Verwaltung gezielt stärkt. Schließlich gibt es im Umkreis von fünfzig Kilometern mehrere Städte und Gemeinden, die diese Aufgabe auch leisten müssen.
Dies ist nur ein Aspekt bei den Haushaltsberatungen für das Jahr 2025. Gemeinsam mit Jens Schräpler (Pro Bürger) werde ich nach besten Kräften Standpunkte und Erfahrungen einbringen, damit es in unserer Gemeinde weiterhin lebenswerter wird.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Rattunde (Bündnis 90/Die Grünen), Gemeinderat Schkopau