Im Kreistag sind wir auch 2024 – 2029 mit Martina Hoffmann (östlicher SK – Schkopau) und Christof Rupf (nördlicher SK – Wettin) vertreten.


Unsere Anliegen für die Wahlperiode ab 2024 sind:
Bündnis 90 / Die Grünen Saalekreis stehen für den Schutz unserer Natur vor Ort, die nachhaltige und ökologische Umgestaltung unseres Wirtschaftens sowie eine solidarische und weltoffene Gesellschaft. Alle Grünen Mandatsträger*innen werden sich für eine aktive Zusammenarbeit mit allen demokratischen Parteien einsetzen und die Grundwerte unserer Partei in ihrer Arbeit vor Ort vertreten. Im Einzelnen bedeutet das:
- Forderung 1: Effektiven Naturschutz gewährleisten
Das Landschaftsbild des heutigen Saalekreises ist im Wesentlichen geprägt von Indust-
rie und Landwirtschaft. Seine Vorreiterrolle im Ausbau erneuerbarer Energien macht
ihn attraktiv für die Ansiedlung zukunftsorientierter Industrieunternehmen, was einen
Gewinn für die gesamte Region bedeutet. Die dafür zur Verfügung stehenden Flächen
sind jedoch begrenzt und so kollidieren die Planungen im Bausektor immer häufiger mit
den Erfordernissen des Natur- und Umweltschutzes. Naturschutz heute heißt: Biotope-
rhalt hat Vorrang vor Ersatzmaßnahmen und muss in den konzeptionellen Planungen
rechtzeitig mitgedacht werden. Fachleute aus den Naturschutzverbänden sind deshalb
frühzeitig einzubinden und deren Kompetenz nutzen. Im Saalekreis muss endlich ein
Naturschutzbeirat aufgebaut werden und ihm eine entscheidende Stimme gegeben wer-
den. - Forderung 2: Auswirkungen der Klimakrise begrenzen
Wir im Saalekreis sind gefordert, die Klimakrise zu begrenzen und uns an die unver-
meidlichen Änderungen anzupassen. Alle Kommunen müssen wirtschaftliche Initiati-
ven für den weiteren Ausbau von regenerativer Energiegewinnung aus Sonne und Wind
mit entsprechenden Planungen unterstützen. Durch kommunale oder externe Klimabe-
ratung und umsetzbare Investitionskonzepte sind die kommunalen Energieverbräuche
weiter zu minimieren. Alle stadtplanerische Maßnahmen wie Grüngestaltung und effek-
tiver Flächennutzung sind genauso wichtig wie der Hochwasserschutz in der Region. - Forderung 3: Kinderbetreuung im Saalekreis stärken
Wir fordern, die Gebühren und Kosten für die Kinderbetreuung im Saalekreis durch
hohe Gemeindeanteile so niedrig wie möglich halten. In Schulen und Horten sollte zu-
dem ein kostenfreies gesundes Mittagessen angeboten werden. - Forderung 4: Ein flächendeckendes und ortsnahes Angebot an Gemeinschaftsschulen
im gesamten Landkreis aufbauen
Gemeinschaftsschulen ermöglichen Schüler*innen einen längeren Verbleib in ihrem ge-
wachsenen sozialen Umfeld und stärken sie in ihrer Sozial- und Problemlösungskom-
petenz. Deshalb fordern wir, im gesamten Saalekreis ein möglichst ortsnahes und flä-
chendeckendes Angebot aufzubauen, sodass alle Kinder, unabhängig von ihrem Woh-
nort, davon profitieren können. - Forderung 5: Verbesserung des ÖPNV im Saalekreis (insbes. Rufbusse)
Anrufbusse müssen zuverlässig auch kleine Ortschaften an den ÖPNV anschließen. Alle
Bewohner*innen des Saalekreises sollen von der Mobilitätswende profitieren. Ein ver-
lässlicher, kostengünstiger und schneller Nahverkehr ist dafür essenziell. - Forderung 6: Tempo-30-Zonen bedarfsorientiert einsetzen
Entscheidungen über Tempo-30-Zonen und Fußgängerüberwege sollten den Kommu-
nen vor Ort überlassen werden, um von deren Spezialwissen um die örtlichen Verkehrs-
bedingungen zu profitieren. Außerdem wollen wir den Aufbau von Geschwindigkeits-
anzeigern mit Solarenergie in besonders gefährlichen Straßenbereichen fördern, um die
Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen. - Forderung 7: Nachtflugverbot am Flughafen Halle-Leipzig durchsetzen
Die Lärmbelastung durch die häufig sehr lauten Frachtmaschinen am Flughafen Halle-
Leipzig (LEJ) ist gesundheitsschädlich. Ziel muss sein, Zeitfenster ohne Nachtflüge ein-
führen, bspw. durch wirksame Start- und Landegebühren. - Forderung 8: Nutzung von Bürgerenergiemodellen fördern
Wo die Wertschöpfung geschieht, soll auch der Gewinn anfallen. Lokale Energieerzeu-
gung unter Beteiligung von Bürger*innen soll für einen günstigen Strompreis vor Ort
sorgen. Nur mit klaren Vorteilen für die lokale Bevölkerung können wir Energie-Ge-
winner werden. Nahwärmenetze in Bürgerhand können die Heizung unserer Wohnun-
gen zu verlässlichen Konditionen sichern. - Forderung 9: Carl-von-Basedow-Klinikum in öffentlicher Hand belassen
Das Klinikum des Landkreises mit seinen zwei Standorten in Merseburg und Querfurt
ist ein wesentlicher Faktor in der Gesundheitsversorgung im Landkreis. Wir widerspre-
chen einer Privatisierung und wollen das Klinikum in kommunaler Hand belassen. - Forderung 10: Das MITZ für innovative Jungunternehmen erhalten
Das Merseburger Innovations- und Technologiezentrum bietet jungen und innovativen
Unternehmer*innen die notwendige Unterstützung für eine erfolgreiche Existenzgrün-
dung. Es ist damit ein bedeutender Faktor für die Zukunftsfähigkeit der Region und
sollte mindestens in seiner bisherigen Form erhalten bleiben. - Forderung 11: Digitalisierung und schnelle Netze für alle
Die Digitalisierung ist für die Wirtschaft vor Ort und jede Verwaltung ein Schlüssel für
mehr Leistungskraft. Wir fordern, den digitalen Zugang der Bürger*innen weiter aus-
zubauen und zu vereinfachen. Damit alle davon profitieren können, muss der Netzaus-
bau muss durch kommunale Bauleistungen möglich werden, weil privatwirtschaftliche
Initiativen nicht ausreichen und viele entlegene Haushalte außen vor lassen. - Forderung 12: Landkreis und Stadtverwaltungen für die Bedrohung durch Rechtsext-
reme sensibilisieren
Die rechtsextremen Bestrebungen im Saalekreis sind eine Bedrohung für uns alle. Ver-
fassungsfeindliche Netzwerke breiten sich insbesondere im ländlichen Raum aus. Kreis-
und Stadtverwaltungen sind darauf nicht vorbereitet und müssen, bspw. durch passende
Schulungen, hierfür sensibilisiert werden. Die vielen Demonstrationen für Demokratie
und Menschenrechte im Saalekreis zeigen, dass Politik und Verwaltung deutlicher zei-
gen müssen: Nie wieder ist jetzt! - Forderung 13: Niedrigschwellige Zugänge in das Ehrenamt ermöglichen
Wir möchten das ehrenamtliche Engagement im Saalekreis deutlich stärken und dabei
die Kommunen entlasten. Dazu gehört beispielsweise, Patenschaften für Grünflächen
und Bäume niedrigschwellig anzubieten und finanziell zu fördern. - Forderung 14: Freiwillige Feuerwehren stärken
Es liegt im Interesse aller, neue Kamerad*innen für die Freiwillige Feuerwehr zu ge-
winnen. Land, Kreis und Kommunen müssen ausreichend Lehrgänge und Weiterbil-
dungsmöglichkeiten anbieten. Jahrelange Wartezeiten bremsen die Motivation der Frei-
willigen aus. - Forderung 15: Neue Ansätze in der Denkmalpflege nutzen
Das ländliche Kulturerbe prägt die Einzigartigkeit des ländlichen Wohnumfelds. Zahl-
reiche Zeugnisse bäuerlichen Bauens aus vielen Jahrhunderten berichten vom Leben
und Arbeiten früherer Generationen. Wir wollen eine unterstützende Zusammenarbeit
von Denkmalbehörden und Eigentümer*innen schaffen, die zu einer höheren Anzie-
hungskraft für den Erwerb und die Erhaltung von Denkmälern beiträgt. Dazu sollen
Modellprojekte entstehen, in denen über die Denkmalbehörden kostenlos Fachwissen
und Bauberatung bereitgestellt wird. Außerdem fordern wir: Es muss einen Lastenaus-
gleich zwischen dem Ressourcenverbrauch von industriellem Bauen und individueller
handwerklicher Bauerhaltung geben. Denn: Baumaterialrecycling schont die Umwelt.
Lokale fachkundige Wertschöpfung in der Denkmalerhaltung soll handwerklich inte-
ressierten Menschen neue Entwicklungsperspektiven eröffnen. - Forderung 16: Kommunale „Zu-Verschenken-Boxen“ aufstellen
Gesellschaftlicher Zusammenhalt erwächst im Kleinen: Wir möchten durch kommunale
„Zu-Verschenken-Boxen“ aufstellen, in welchen Bürger*innen Bücher, Haushaltswa-
ren etc. zur Ausleihe kostenlos abholen können.

Sehr geehrte Frau Hoffmann , bitte schicken Sie mir Ihre Email-Adresse. Gerne senden wir unsere Zusammenfassung und Einladungen zu Radwegen Saalekreis und Merseburg zu.
Danke
Lutz Brückner
Hallo Martina, ich bitte Dich, dass Du mit mir Kontakt aufnimmst. Es geht um eine angedachte Regenwasserableitung des Bauvorhabens VGP in Großkugel. Diese Fa. hat vor, das anfallende Regenwasser, nicht wie in der Baugenehmigung festgelegt, in die Schießgrube (Versickerungsbecken des AZV) abzuleiten, sondern in die Weiße Elster über einen Graben abzuleiten. Dazu habe ich im GR als AZV-Vertreter auf die Gefahren bei Starkregenereignissen ud die Gefährdung der Gemeinde Erlitz Rübsen hingewiesen. Leider bisher ohne Erfolg. Die gesammten Infos sind hier nicht darstellbar. MfG aus Lochau von Ehrhardt Schräpler